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  • Experten sind sich uneins über Goldpreis-Entwicklung

    Manche Anleger betrachten den seit einiger Zeit stetig fallenden Goldpreis mit Sorge. Anlageexperten sehen als Grund für diese Entwicklung den gegenwärtig starken Dollarkurs. Erfahrungsgemäß entwickelt sich der Kurs für Gold entgegengesetzt zu dem der US-Währung. Über die Frage, wie diese Entwicklung weiter gehen wird, herrscht Uneinigkeit unter den Fachleuten. Manche denken, dies sei nur eine zeitweilige Erholung des Dollar, andere sehen darin die Auswirkungen der Euro-Krise auf den internationalen Finanzmarkt.

    Zwei mögliche Szenarien

    Die vorsichtigen bis pessimistischen Prognosen für den Goldpreis gründen sich auf die Tatsache, dass viele Investoren ihre Liquidität erhöhen, in dem Gold verkauft wird. Es geht darum, mehr Geld in Umlauf zu bringen und so besonders die Euro-Schwankungen aufzufangen. Analysten, die diese Prognose vertreten, sehen den Preis auf bis zu 1 200 Dollar/Feinunze fallen. Auch institutionelle Anleger und Hedgefonds verkaufen, um Verluste am Aktien- und Devisenmarkt aufzufangen.

    Das gleiche Szenario liegt jedoch auch sehr optimistischen Prognosen zu Grunde. So glauben manche Experten, dass auf Grund der Euro-Krise erst recht mehr Geld in den Goldmarkt fließen dürfte und in den nächsten sechs Monaten ein neuer Rekord für den Goldpreis zu erwarten sei. Beide Seiten sind sich einig, dass der Markt gegenwärtig viel Bewegungspotential hat und sich wohl erst in der nächsten Zeit zeigen wird, wie sich das Gold tatsächlich am Rohstoffmarkt verhält. Anlegern wird geraten, die Entwicklungen am Rohstoffmarkt eher langfristig zu betrachten, für Nervosität aufgrund der gegenwärtigen Entwicklungen gäbe es keinen Grund. Die Geschichte des Rohstoffmarktes zeigt, dass einzelne Werte immer wieder einmal schwanken, sich aber auf Sicht neu stabilisieren. So können die Anleger durchaus etwas abwarten, ob und wieder Goldwert dies tun wird, und dann gegebenenfalls immer noch reagieren.


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