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  • Gold und Silber – das Volksinvestment

    Man könnte meine, dass diejenigen, die in den letzten fünf Jahren in Gold investierten, alles richtig gemacht haben. So zumindest ist der erste Gedanke bei dem derzeitigen Goldpreis. Doch so einfach, wie es scheint, ist es doch nicht.

    Selbstverständlich war Anfang November vor fünf Jahren ein perfekter Zeitpunkt, um Gold zu kaufen und zu investieren. Denn vor 5 Jahren kostete die Feinunze „nur“ rund 600 Dollar – mittlerweile zahlt der Anleger das Dreifache. Doch gerade bei Goldminenfonds ist der erwartete Gewinn teilweise ausgeblieben. Wer sein Geld vor fünf Jahren in den Goldminenfonds von Stabilitas Gold & Resourcen anlegte, wurde leider enttäuscht. Dieser Fond lief bis zur Lehman-Pleite hervorragend, konnte sich dann aber nicht mehr erholen. Somit hätten Anleger ebenso gut ein Produkt von Balkan- oder Banken-Aktien kaufen können. Der Fonds liegt noch immer mit knapp 62 Prozent im Minus und selbst Martin Siegel, dem neuen Eigner von Stabilitas ist es noch nicht gelungen, diesen Rückstand zur Konkurrenz zu verringern.

    Trotz allem ist Gold Trumpf. Die Anleger stoßen Aktien ab und setzen somit nicht mehr auf langfristige Anlagen. Sie kaufen Gold – und zwar aus Angst. Im September haben Deutschen allein 2,8 Mrd. Euro aus Aktien- Misch- und Rentenfonds abgezogen. Dahingegen ist der Ankauf von Gold weiter gestiegen. Einen Aufschwung erlebt aber nicht nur der Goldmarkt, auch Silber wird immer gefragter. Im Jahr 2011 hat das Edelmetall-Handelshaus ProAurum zum Beispiel ein Plus von knapp 60 Prozent erwirtschaftet. Aber auch Silber ist weiterhin sehr gefragt und ProAurum-Experte B. Summa sagte, dass an Spitzentagen etwa fünf Tonnen Silber verkauft werden. Da die Anleger aber nicht mehr nur wohlhabende sind, sondern auch Familien und Auszubildende, wird Silber und Gold zu einem Volksinvestment. Wahrscheinlich auch deshalb, weil Gold bereits im elften Jahr einen Kursgewinn erzielen kann.


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