Goldmünzen
Schon im 6. Jahrhundert vor Christus wurden in Lydien Goldmünzen von einheitlicher Größe und Wert hergestellt. Vor den auch mit Prägestempel versehenen Goldmünzen wurden auch (Klein-)Barren als Zahlungsmittel verwendet, zu deren Wertbestimmung jedoch immer eine Waage notwendig war. Seit dieser Zeit wurden in nahezu jeder Hochkultur der Geschichte Silber- oder Goldmünzen, manchmal auch Exemplare aus Kupfer oder Platin, geprägt. Römer, Perser, Griechen, Kelten benutzten Münzen als Zahlungsmittel und nach dem Einmarsch Alexander des Großen begannen auch die alten Ägypter Goldmünzen herzustellen.
Die so genannten Kurantmünzen, deren Wert durch den tatsächlichen Materialwert gesichert ist, wurden bis in die Neuzeit verwendet. Im Laufe der Zeit wurde dieses „Warengeld“ aber immer mehr von „Kreditgeld“ wie Scheidemünzen und Banknoten abgelöst, deren gesetzlicher Wert höher ist als der bloße Materialwert. Die Goldmark, die letzten Goldmünzen in Deutschland waren von 1871 bis 1938 im Umlauf. Sehr bekannt sind hier die 20 Mark Goldmünzen, neben den 5 Mark und 10 Mark Prägungen.
Das vor allem in Krisenzeiten als sehr sichere Anlageform geltende Gold wird heute neben Goldbarren und Schmuck außerdem in Form von Goldmünzen gehandelt. Goldmünzen werden nicht nur aus finanziellen, sondern oft auch aus anderen Gründen gesammelt. Bei heute hergestellten Goldmünzen unterscheidet man in der Regel zwischen den Gedenkmünzen für Sammler und den meist in großer Stückzahl geprägten Bullionmünzen für Anleger
Der Preis der meisten dieser Münzen wird über das Gewicht der Goldmünzen und den jeweils aktuellen Goldpreis ermittelt. Bei seltenen Exemplaren, die hohen Sammlerwert haben, sind die Preise oft um Einiges höher, als der materielle Wert des verarbeiteten Goldes.
Jedes Jahr seit der Einführung des Euros im Jahr 2002 wird in Deutschland eine Münze mit dem Nennwert von 100 € geprägt. Alle diese Münzen wiegen eine halbe Feinunze, also 15,55g. Eigentlich würden diese Münzen in Deutschland als gesetzliches Zahlungsmittel gelten, sie befinden sich aber nicht im Umlauf, da sich ihr Materialwert auf das Vier- bis Fünffache des Nennwerts beläuft.
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Okt 21st, 2009 at 21:30
Sehr informativer Bericht ich dachte bis eben immer die Chinesen hätten die ersten Goldbarren als Zahlungsmittel eingesetzt. Muss mich da wohl mal etwas reinlesen
Gruß Dirk