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    Rotgold

    Es gibt viele verschiedene rot gefärbte Goldlegierungen, die allesamt unter den Sammelbegriff Rotgold fallen. Diese Legierungen gehen von leicht rötlichem Gelbgold über Orange und Rostrot bis hin zu so genanntem Purpurgold, welches einen leichten violetten Schimmer aufweist. Des Weiteren gibt es auch noch Braungold und Roségold.
    Damit das Rotgold seine namensgebende Färbung erhält, wird der Legierung ein hoher Anteil von Kupfer beigemischt. Je mehr Kupfer die Legierung enthält, desto anfälliger ist sie gegen Oxidation, weswegen Rotgold mit der Zeit auch anlaufen kann. Unter gewissen Bedingungen kann sogar Rotgold mit einer Feinheit von 585 (14 Karat) braune Verfärbungen bekommen. In der Regel hat Rotgold eine Feinheit von 33 bis maximal 75%, da ein geringerer Kupferanteil nicht die entsprechende Färbung bewirken würde. Wenn im Rotgold also weniger Kupfer enthalten ist, spricht man von Roségold.

    Manchmal werden Rotgold Legierungen auch teilweise mit Silber versetzt, was dazu führt, dass der Werkstoff mechanisch besser verarbeitet werden kann. Der Silberanteil ist jedoch im Vergleich zum verarbeiteten Kupfer verschwindend gering.
    Viele Schmuckstücke aus Rotgold werden oberflächenbehandelt indem die Oberfläche mit Gelbgold unterzogen wird, um die rote Färbung zu verstärken und die Materialeigenschaften zu verbessern. Oft wird dieser Schmuck auch mit einer Anlauffarbe behandelt oder galvanisch beschichtet. Derart beschichteter Rotgold Schmuck kann diese farbige Schutzschicht jedoch durch tägliche Beanspruchung verlieren, weswegen Rotgold für die Herstellung von Fingerringen denkbar ungeeignet ist. Beschichtete Schmuckstücke müssen vom Händler entsprechend gekennzeichnet werden, dass es sich um eine farbbehandelte Legierung handelt, die nicht durchgängig gefärbt ist. Dennoch gibt es einige Paare, die sich gerne für Rotgold Trauringe oder Rotgold Eheringe entscheiden, da diese einfach “anders” sind als andere.

    Ab welchem Feingehalt gilt Rotgold als Gold?
    Rotgold ist eine Legierung, die in Deutschland zum gewöhnlichen Gold gezählt wird. Bei einem Feingehalt von 33,3% kann also auch Rotgold einen 333er Goldstempel erhalten. In den meisten anderen Ländern wird Rotgold ab einem Goldgehalt von 37,5%, manchmal auch erst ab einem Gehalt von 58,5%, als Gold gehandelt.

    Weitere Informationen zu Weißgold, Weißgold Schmuck und Rotgold Schmuck finden Sie hier.


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